Topbar widget area empty.
KAUM SICHTBAR UND TROTZDEM DA – MIKROPLASTIK Immer wieder stossen die Ranger auf nicht korrekt entsorgte Abfälle in den Thurauen: Diese hier wurden während eines einzelnen Rundgangs gesammelt. Full view

KAUM SICHTBAR UND TROTZDEM DA – MIKROPLASTIK

In einigen Schweizer Gewässern und Böden kann Mikroplastik nachgewiesen werden. Im Rhein beispielsweise. Damit sind entsprechende Funde auch in der Thur sehr wahrscheinlich. Obwohl über die genauen Folgen des Mikroplastiks insbesondere für die menschliche Gesundheit grosse Unklarheit herrscht, kann gesagt werden, dass Mikroplastik auf unterschiedliche Weise schädlich wirkt.

Mikroplastik sind kleinste Kunststoffpartikel die einen Durchmesser von unter fünf Millimetern haben. Diese kleinen Mikroplastikpartikel führen auf unterschiedliche Weise in der Umwelt zu Schäden. Zum einen können Tiere die Partikel mit Nahrung verwechseln und ihnen im Folgenden ein fälschliches Sättigungsgefühl übermitteln. Zudem können die Partikel im weiteren Verlauf der Nahrungskette angereichert werden und dadurch auch auf unseren Tellern landen. Weitere Probleme sind giftige Inhaltsstoffe (z.B. Weichmacher) die sich lösen können, oder die Fähigkeit des Plastiks Schadstoffe zu binden. Doch woher stammen diese Mikroplastikpartikel und wie gelangen sie in unsere Gewässer?

Mikroplastik kann zum einen bereits als kleine Partikel in die Umwelt gelangen. So können beispielsweise nur zwischen 80 – 99% der Mikroplastikpartikel, die in Kosmetikprodukten enthalten sind oder der Fasern, die sich beim Waschen von synthetischen Kleidern lösen, durch die Abwasserreinigungsanlage aus dem Abwasser entfernt werden. Der Rest landet in unseren Gewässern. Des Weiteren gelangt auch der Abrieb von Autoreifen in die Umwelt.

Mikroplastik kann aber zum anderen auch entstehen, in dem Plastikabfälle wie Flaschen, Verpackungen, etc. in der Umwelt landen. Diese zersetzen sich nach und nach und spalten sich, durch die beständige Einwirkung von Wind, Wasser und Sonnenlicht in immer kleinere Teile.

Auch in den Thurauen stossen wir immer wieder auf Plastikabfälle – sowohl an Land wie auch im Wasser. Obwohl Wissenschaftler*innen die Gefährdung durch Mikroplastik in den Schweizer Gewässern als gering einschätzen, können sie sich im Flusslauf anreichern und sich dann in der Masse negativ auswirken. Deswegen: Helfen Sie mit, dass Plastik erst gar nicht erst in die Umwelt gelangt.

> Die Ranger nehmen immer wieder säckeweise Abfall von ihren Rundgängen nach Hause. Erfahren Sie, was die Ranger sonst noch so für Aufgaben haben.