Renaturierung der Thur

Von 2008 bis 2017 wurde die Thur auf den letzten fünf Kilometern renaturiert. Erfahren Sie mehr über das Projekt, seine Entstehung und was es bewirkt.

Die Ziele der Renaturierung

Die Renaturierung der Thurauen ist Teil des Projekts «Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung» des Kantons Zürich. Die federführende Baudirektion verfolgt damit vier Ziele:

  • Einen verbesserten Hochwasserschutz für Ellikon am Rhein und das Flaacherfeld
  • Bessere Produktionsbedingungen im Flaacherfeld
  • Eine ökologische Aufwertung der Thurauen im Sinne der Auenschutzverordnung
  • Erhaltung der Thurauen als Naherholungsgebiet

Die Renaturierung im Laufe der Zeit

Begradigung der Thur im Bereich der Thurauen
Die Thur wird in ein Korsett gezwängt zur Gewinnung von Landwirtschaftsland, zum Hochwasserschutz und zur Bekämpfung von Malaria.
Hochwasser
Es fand ein Thur-Hochwasser mit Überschwemmungen zwischen Frauenfeld und Gütighausen statt. Der Abfluss der Thur betrug mehr als 1’300 m3/s.
Ausbauprojekt 1
Der erste Versuch, ein Projekt in den Thurauen zu lancieren, scheitert. Das Projekt wird zurückgezogen.
Ausbauprojekt 2
Dem zweiten Versuch ergeht es nicht besser als dem Projekt von 1980. Auch dieses Projekt wird zurückgezogen.
Aue von nationaler Bedeutung
Die Thurauen werden ins Inventar der Auen von nationaler Bedeutung aufgenommen.
Der Anfang
Der Zürcher Kantonsrat Richard Stucki reicht eine Motion ein mit dem Auftrag eines Revitalisierungsprojektes an der Thurmündung.
Kredit und Start
Ein Kredit für das Vorlageprojekt wird erteilt. Somit startet das Renaturierungsprojekt der Thurauen und das Hochwasserschutzprojekt von Ellikon und dem Flaachtal.
Einspracheverhandlungen
Alle Einsprachen konnten in Verhandlungen erledigt werden.
Projektfestsetzung
Der Regierungsrat des Kantons Zürich setzt das Projekt am 9.3.2005 fest.
Bewilligter Kredit
Der Kantonsrat des Kantons Zürich beschliesst den Rahmenkredit am 4.12.2006.
Projektstart
Das Projekt startet mit der Submission der Detailprojekte. Im ersten Teil sind dies Hochwasserschutzmassnahmen, Aufschüttungen und die Errichtung von Erholungseinrichtungen.
Eröffnung Naturzentrum Thurauen
An einem schönen August-Wochenende wird das Naturzentrum Thurauen eröffnet.
Renaturierungsarbeiten zweiter Teil
Folgende Arbeiten wurden während den nächsten fünf Jahren durchgeführt: Ökologische Aufwertungen, Renaturierung im Bereich Eggrank, Hochwasserschutzmassnahmen und Uferabflachung im Bereich der Ellikerbrücke.
Projektabschluss
Die Renaturierungsarbeiten sind abgeschlossen. Das Projekt «Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung» wird eingeweiht.
Neue Bewegungsfreiheit
Die Thur darf sich bis zu einem gewissen Grad wieder frei entfalten und die Thurauen gestalten.
Konkrete Auswirkungen
Bemerkenswerte Entwicklung: Die Thur hat sich im Projektperimeter an einer Stelle bereits um mehr als 40 Meter seitwärts verschoben.
ab 1855
1978
1980
1983
1992
1993
1999
2002
2005
2006
2008
2011
ab 2012
2017
ab 2017
2020

Die Zukunft

Die Renaturierung bewirkt, dass die Thur sich seit 2017 wieder freier bewegen kann. Durch die Mäandrierung entstehen wieder vermehrt Lebensräume für typische Auenarten wie den Eisvogel und die Sukzession mit dem Ablauf von Weichholz- und Hartholzauen schreitet wieder voran. Die Entwicklungen im Gebiet werden mittels mehrerer Monitorings überwacht.

In den nächsten Jahren wird der Naturlehrpfad in den Thurauen und Teile der Infrastruktur erneuert.

Partner

Das Naturzentrum Thurauen wird im Auftrag des Kantons Zürich betrieben. Zudem wurden die Renaturierungsarbeiten im Gebiet Eggrank-Thurspitz vom Kanton Zürich durchgeführt. 

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