Aale – faszinierende und bedrohte Lebewesen

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Flora & Fauna Schweiz
Spaziergänger*innen treffen am alten Rhein immer wieder auf angeschwemmte, tote Aale. Diese wurden durch die Turbinen des Wasserkraftwerks tödlich verletzt und erreichen dadurch ihr Wanderziel, die Sargassosee, nie.

Trauriges Schauspiel am Rheinufer

Der Europäische Flussaal (Anguilla anguilla) ist vom Aussterben bedroht. Nicht zuletzt durch die Bedrohungen, die er auf seiner Wanderung begegnet. Auf seinem weiten Weg ins Laichgewässer muss der Aal mehrere Wasserkraftwerke passieren, oft mit tödlichen Folgen.  So kommt es, dass in der Nähe des Naturzentrums Thurauen am Rhein alle Jahre wieder zu den Hauptabwanderungszeiten im Winter tote Aale angeschwemmt werden.

Toter Aal am alten Rhein.

Weite, gefährliche Wanderung

Ganze 6000 Kilometer wandert der Aal jeweils. Er schlüpft in der Sargassosee bei Florida. Als junge Aale machen sie sich auf eine mehrjährige Wanderschaft ins Süssgewässer. Sobald der Aal geschlechtsreif wird, wandert er vom Süssgewässer wieder zurück ins Meer, in die Sargassosee, wo die Aale laichen und danach sterben werden. Ein grosser Anteil schafft es aber leider gar nicht mehr zurück ins Meer, denn durch ihre Körperform passen sie durch die Rechen der Wasserkraftwerke. So kommt es, dass die Aale mit der Strömung durch die Turbinen der Wasserkraftwerke absteigen und dort tödlich verletzt werden.

Die Stationen der Wanderung des Europäischen Flussaals. (Quelle: picture-alliance/ dpa-infografik)

Faszination Aal

Nicht nur der Lebenszyklus der Aale fasziniert: Durch bestimmte Kriechtechniken können Aale viele Hindernisse überwinden, so kommen sie beispielsweise den Rheinfall hoch! Und wenn es im Wasser mal nicht weitergeht, können Aale kürzere Stecken auch an feuchtem Land zurücklegen und nehmen dann den Sauerstoff aus der Luft über ihre Haut auf.


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