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MAIERIESLI IM WALD Diese Zeichnung aus dem Herbarium von V. Auslasser und E. Reewiijk stammt aus dem 15. Jahrhundert. Full view

MAIERIESLI IM WALD

Pünktlich blühen sie wieder in den Thurauen: Die «Maieriesli» oder auch Maiglöckchen. Doch aufgepasst, bei dieser bekannten Blume sollte man einiges beachten.

An mehreren Standorten in den Thurauen gedeihen sie prächtig und nun ist auch ihre Blütezeit angebrochen: die Maiglöckchen oder Mundart «Maieriesli». Die kleinen schneeweissen Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern verströmen auch einen angenehmen Duft. Deshalb kommt man schnell in Versuchung, ein Sträusschen zu pflücken oder die Pflanzen gar auszugraben. Gemäss Schutzverordnung ist in den Thurauen jedoch beides verboten. Anderorts im Kanton Zürich dürfen davon pro Person und Jahr maximal fünf Blüten gepflückt werden, jedoch gilt auch da: Ausgraben ist untersagt.

Maierisli 2

Was viele nicht wissen – Maiglöckchen sind giftig. Sowohl die Blüten und Früchte wie auch die Blätter enthalten Giftstoffe, welche für den Menschen gefährlich werden können. Man sollte deshalb aufpassen, dass man die Maieriesli-Blätter nicht mit den sehr ähnlichen Bärlauch-Blättern verwechselt. Beide Arten wachsen zum Teil an den gleichen Standorten, die Wuchsform ist aber unterschiedlich. Während die weichen Blätter des Bärlauchs einzeln aus dem Boden spriessen, entfalten sich die etwas ledrigen Blätter des Maiglöckchens aus einem einzigen Schaft. Und nach Knoblauch riecht nur der Bärlauch…

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