Das Naturzentrum Thurauen ist ein Programm der Stiftung PanEco im Auftrag des Kantons Zürich. Seit der Eröffnung 2011 ist das Naturzentrum das Tor zum grössten Auenschutzgebiet des Schweizer Mittellandes – und damit Anlaufstelle für jegliche Information über die Thurauen, die Revitalisierung und das Schutzgebiet. Auf unseren Führungen, an unseren Veranstaltungen und durch die Ranger:innen im Gebiet sensibilisieren wir für den Schutz der Auen und für einen nachhaltigen Lebensstil.
Unsere Vision
Langfristiger Erhalt intakter Ökosysteme und der Artenvielfalt in der Schweiz – speziell Auenlandschaften und ihrer Bewohner – und eine nachhaltig lebende Gesellschaft.
Was wir konkret dafür tun
Naturzentrum
Das Naturzentrum Thurauen ist die Anlaufstelle für jegliche Informationen zum Auenschutzgebiet Thurauen, zur Renaturierung der Thur und zu verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten im Gebiet. Die interaktive Ausstellung des Naturzentrums mit dem Erlebnispfad durch einen kleinen Auenwald informiert die Besuchenden über das Auenschutzgebiet und seine Bewohner und sensibilisiert für deren Schutz.
Umweltbildung
Wir vermitteln Wissen rund um die Artenvielfalt und das Schutzbedürfnis von Auenlandschaften sowie zur Renaturierung. Wir fördern bei unseren Besuchenden eine Wertschätzung für die Natur und tragen durch bleibende Erlebnisse zu einem rücksichtsvollen Umgang zwischen Mensch und Natur bei. Um dies zu erreichen, bieten wir Führungen im Zentrum, Exkursionen in die Thurauen und öffentliche Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen an.
Rangerdienst Thurauen
Unsere Rangerinnen und Ranger sind fast täglich in den Thurauen unterwegs – sowohl im Gebiet des Kantons Zürich wie auch des Kantons Schaffhausen. Das Rangerteam gibt Erholungssuchenden Auskunft zum Renaturierungsprojekt sowie zur Flora und Fauna und kontrolliert die Einhaltung der Schutzverordnung.
Unsere Erfolge
- Pro Jahr besuchen uns fast 13'000 Menschen im Naturzentrum: Sie buchen eine Gruppenführung, besuchen unsere Ausstellung oder nehmen an einer öffentlichen Veranstaltung teil.
- Besondere Freude bereitet uns das Interesse der jungen Generation: Pro Jahr buchen rund 140 Schulklassen bei uns ein Schulangebot – von Projektwochen über Workshops bis zu Exkursionen im Gebiet. Drei Junior Ranger-Gruppen sind darüber hinaus regelmässig in den Auen unterwegs. Viele Kinder und Jugendliche lernen so die Natur hautnah kennen und werden für deren Schutz sensibilisiert.
- Auf den Ranger-Rundgängen im Gebiet stehen wir in Kontakt mit der Bevölkerung und tragen zur Einhaltung der Naturschutzverordnung bei. Dadurch haben Arten wie der Flussregenpfeifer oder der Eisvogel die Chance, in den Thurauen einen Lebensraum zu finden.
- Etwa drei Praktikant:innen pro Jahr bilden wir zu kompetenten Umweltbildungsfachpersonen aus. In rund 40 Ausbildungsblöcken erlernen die Biolog:innen, Umweltingenieur:innen und Umweltnaturwissenschaftler:innen die Grundlagen für wirkungsvolle Umweltbildung und auf zahlreichen Führungen und Exkursionen haben sie das Wissen in die Praxis umgesetzt.
- Wir tragen dazu bei, dass unsere Besuchenden ein Verständnis für Natur, Umwelt, ihre Bewohnenden und das Klima entwickeln und dazu in ihrem Alltag Sorge tragen.
Geschichte

Anfang Juni führte die Thur so viel Wasser wie seit elf Jahren nicht mehr und auch für die meisten Schweizer Gewässer war die Hochwassergefahr erheblich bis hoch. Ein intakter Auenwald wirkt wie ein Schwamm: Er nimmt Wasser auf und gibt es nur langsam wieder ab. Je nach Entfernung zum Fluss entwickeln sich unterschiedliche Lebensräume.

Der neue Abenteuerweg Thurauen verläuft auf einer abwechslungsreichen Strecke von 2.6 km durch die Auenlandschaft an der Thur. Entlang der Route warten 14 spannende Stationen darauf, von Kindern erkundet zu werden. Die ganze Familie ist eingeladen, die Natur mit allen Sinnen zu erleben.

Der Eisvogel ist Hauptdarsteller der neuen Sonderausstellung im Naturzentrum Thurauen und Botschafter für gesunde Gewässer. Der schillernde Auenbewohner steht in den Saisons 2024 bis 2026 im Fokus.

Zwischen der Saison 2022 und 2023 werden sämtliche Schulangebote überarbeitet und ergänzt. Für Schulen gibt es neu Führungen wie das Angebot «Thurauen im Jahresverlauf», Lehrpersonen-Weiterbildungen und Materialkisten zum Ausleihen.

Im Rahmen des Jubiläums werden Erneuerungen und Erweiterungen im Naturzentrum Thurauen durchgeführt und in der Saison 2022 eingeweiht: Der Erlebnispfad bekommt einen neuen Holzsteg, es wird ein Lernspielplatz gebaut und eine Teilausstellung auf der Terrasse eröffnet. Neu gibt es dort Informationen zum Thema Ökosystemleistungen.

Die Steubisallmend – und mit ihr das Naturzentrum – feiert ihr zehnjähriges Jubiläum. Am sommerlichen Festwochenende feiern Jung bis Alt.

Pilotprojekt Husemersee: Der Rangerdienst Thurauen ist neu im Rahmen eines Pilotprojekt des Kantons Zürich während den Sommermonaten im nahegelegenen Gebiet des Husemersees (Gemeinde Ossingen) unterwegs.
Wegen der Corona-Pandemie kann das Naturzentrum erstmals in seiner Geschichte nicht wie geplant in die Saison starten. Wegen den vom Bundesrat erlassenen Lock-Downs zur Eindämmung der Pandemie muss das Zentrum über die nächsten 2 Jahre mehrmals schliessen.
Zweite Saison der Sonderausstellung «Auenwald-Regenwald: Wie lange noch?».
Ausbau der Gebiets des Rangerdiensts vom Kanton Zürich auf den Kanton Schaffhausen.

Abschluss aller baulichen Massnahmen der Renaturierung: Seither kann die Thur die Landschaft wieder selbst gestalten.
Wir lancieren das Thurauen App – Naturfreude können ab jetzt auch mit dem Smartphone die Thurauen entdecken.

Von März bis Oktober 2015 findet die Sonderausstellung zum Thema «Ringelnatter» statt.
Das Junior Ranger-Programm wird eingeführt. Fortan sind mehrere Kinder- und Jugendliche regelmässig im Gebiet unterwegs und lernen dabei spielerisch vieles über die Thurauen, die Natur und deren Schutz.

Im März 2013 wird die erste Sonderausstellung des Naturzentrums zum Thema «Bienen» eröffnet. Sie ist während zweier Jahre für die Besuchenden des Naturzentrums offen.

Auf Initiative des Kantons Zürich baut der Flaacher Staatsförster Beat Gisler einen Rangerdienst für die Thurauen auf, den PanEco unter dem Dach des Naturzentrums betreibt. Ab 2012 kontrolliert ein Team von Rangern im Gebiet die Einhaltung der Schutzverordnung und informiert Besuchende über die lokale Natur.

Nach einer intensiven Bau- und Planungsphase wird das Naturzentrum am 21.8.2011 feierlich eröffnet – mit Besuch von Bundesrätin Doris Leuthard. Das von PanEco betriebene Umweltbildungszentrums «NeulandWeinland» wird damit in das Naturzentrum überführt.

Der Kanton Zürich schreibt den Aufbau und Betrieb des zukünftigen Naturzentrum Thurauens öffentlich aus. Die Stiftung PanEco bewirbt sich und bekommt den Zuschlag. Am 20.01.2010 erfolgt der Spatenstich in der Steubisallmend in Flaach.
Start des Renaturierung-Projekts «Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung» des Kantons Zürich.

Eröffnung des Umweltbildungszentrums «NeulandWeinland» mit Büroräumlichkeiten in Berg am Irchel – der heutigen PanEco-Geschäftsstelle.
Regina Frey gründet die Stiftung PanEco in Berg am Irchel. In den Stiftungszielen sind «Umweltbildung» und «Nachhaltige Entwicklung» von Beginn weg fest verankert.
Die Stiftung PanEco
Die Stiftung PanEco betreibt neben dem Naturzentrum Thurauen die Greifvogelstation in Berg am Irchel und das Sumatra-Orang-Utan-Schutzprogramm in Indonesien. Alle Mitarbeitenden der Programme sind direkt von PanEco angestellt. Die Mitarbeitenden der PanEco-Geschäftsstelle in Berg am Irchel sind zuständig für die Bereiche Administration, Programm-Management, Fundraising, Kommunikation und Finanzen.
- Die Natur ist in ihrer Vielfalt bewahrt.
- Wir Menschen gehen verantwortungsvoll und achtsam mit der Natur um.
- Die Ursachen des Klimawandels werden bekämpft.
- Umweltbildung
- Naturschutz
- Artenschutz
- Wir betreiben langjährige Programme.
- Wir sind lokal verankert, bauen Partnerschaften auf der Basis von gegenseitigem Vertrauen auf und pflegen diese nachhaltig: mit anderen NGOs, der lokalen Bevölkerung und staatlichen Behörden.
- Wir wissen, dass Naturschutz nur gelingt, wenn er von einem sozialen Prozess begleitet wird, der ein grundlegendes Verständnis für seine grosse Bedeutung weckt: Der erfolgreiche Schutz von bedrohten Lebensräumen und Arten ist die Grundlage für das Wohl der Menschen.
- Wir arbeiten wissenschaftsbasiert. Unserer Programme richten wir nach den neuesten Erkenntnissen aus und tragen selber aktiv zum Aufbau von Wissen bei.
Bedrohte Ökosysteme
in der Schweiz:
- Auenschutzgebiet Thurauen
in Indonesien:
- Leuser-Ökosystem
- Batang Toru-Ökosystem
- Ulu Masen-Ökosystem
- Marine Ökosysteme Sulawesi
- Kulturland von Java
Bedrohte Arten
in der Schweiz:
- Alle in der Schweiz brütenden Greifvögel und Eulen
in Indonesien:
- Sumatra-Orang-Utans
- Tapanuli-Orang-Utans
Die Finanzierung des Naturzentrums Thurauen
Partner
Das Naturzentrum Thurauen wird im Auftrag des Kantons Zürich betrieben. Zudem wurden die Renaturierungsarbeiten im Gebiet Eggrank-Thurspitz vom Kanton Zürich durchgeführt.
Filme für die Erde ist ein Umweltbildungsverein, der mit ausgewählten Filmen möglichst viele Menschen für den Umwelt- und Klimaschutz begeistert, informiert, sensibilisiert und zum Handeln anregt. Mit ihrer Mitgliedschaft Plus unterstützen sie unsere Stiftung.