Der Traum eines Umweltbildungszentrums

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Jubiläum, Stiftung PanEco, Umweltbildung
Seit ihrem ersten Aufenthalt in Indonesien 1973 ist es unserer Stiftungsgründerin Regina Frey ein grosses Anliegen, dass Natur- und Umweltschutzmassnahmen von Bildungsangeboten begleitet werden. Mit diesem Ziel vor Augen entstand bereits 1990 das erste Umweltbildungszentrum in Ostjava, das PPLH Seloliman. Es ist einer der Impulse, die zur Gründung von PanEco führten.

Der Traum eines Umweltbildungszentrums

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Jubiläum, Stiftung PanEco, Umweltbildung
Seit ihrem ersten Aufenthalt in Indonesien 1973 ist es unserer Stiftungsgründerin Regina Frey ein grosses Anliegen, dass Natur- und Umweltschutzmassnahmen von Bildungsangeboten begleitet werden. Mit diesem Ziel vor Augen entstand bereits 1990 das erste Umweltbildungszentrum in Ostjava, das PPLH Seloliman. Es ist einer der Impulse, die zur Gründung von PanEco führten.

«Alle Aktivitäten, die ich in Indonesien angestossen habe, dienen den Orang-Utans, dem Schutz des tropischen Regenwalds, ihrem Lebensraum, und der Umweltbildung als wichtiges Instrument im Natur- und Umweltschutz.»


Regina Frey, Stiftungsgründerin PanEco

1973 – Der Anfang

Die frisch diplomierte Biologin Regina Frey reiste im Auftrag der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und des WWF International nach Sumatra. Am Rand des Leuser-Nationalparks sollte sie zusammen mit Monica Borner eine Wiederauswilderungsstation für aus illegaler Gefangenschaft beschlagnahmte Orang-Utans aufbauen. Zuvor hatte sie ihre Diplomarbeit über Rehe im Schweizer Mittelland bei Dr. Fred Kurt am Institut für Wildforschung abgeschlossen. Geplant war ein Aufenthalt von einem Jahr – daraus wurden zehn. Aus einem Auftrag entwickelte sich eine Lebensaufgabe, die unsere Stiftungsgründerin bis heute prägt und den Grundstein für die Stiftung PanEco legte. In diesem Zeitraum erarbeitete sich Regina Frey nicht nur ein tiefes Verständnis für die Orang-Utans und ihren Lebensraum, sondern eignete sich auch fundierte Kenntnisse der indonesischen Kultur, Sprache und Gesellschaft an. Gleichzeitig entstand ein wertvolles Netzwerk, das unsere Arbeit noch immer trägt und von der Stiftung laufend erweitert wird.

Aus dem Auftrag in den 70er-Jahren, am Rande des Leuser-Nationalparks eine Wiederauswilderungsstation für Orang-Utans aufzubauen, entstand schliesslich eine Lebensaufgabe.

1978 – Umweltbildung als Schlüssel

Während ihrer Arbeit in der Wiederauswilderungsstation in der Nähe von Bukit Lawang, Sumatra, wurde deutlich, dass nachhaltiger Regenwaldschutz ohne Umweltbildung nicht möglich ist. Es genügte der auf dem Land aufgewachsenen Regina nämlich nicht, lediglich Symptome zu bekämpfen, indem Orang-Utans aus illegaler Gefangenschaft befreit, gepflegt und ausgewildert werden. Sie wollte die Ursachen angehen. Die Vision eines Umweltbildungszentrums entstand, wo das bedrohte Ökosystem Regenwald und die Ursachen seiner Zerstörung umfassend und für alle zugänglich interpretiert und vermittelt wird.

Der Traum eines Umweltbildungszentrums

Die Suche nach einem geeigneten Stück Land für ein Umweltbildungszentrum gestaltete sich gar nicht so einfach. Erst 1983 gelang es, in der Nähe der Metropole Surabaya eine fünf Hektar grosse Parzelle günstig zu kaufen, wo der langgehegte Traum eines Umweltbildungszentrums (Abkürzung auf Indonesisch: PPLH) wahr wurde. Als Trägerschaft gründete Regina zusammen mit Gleichgesinnten eine lokale Stiftung, die Finanzierung des PPLH Seloliman übernahm der WWF. Zur feierlichen Einweihung am 15. Mai 1990 reiste auch Prinz Bernhard, Prinzgemahl der niederländischen Königin Juliana und Präsident des WWF International, an.

Die Gebäude des Umweltbildungszentrums sind in einen üppigen Garten eingebettet.

Bio-Landbau und Ausbildung von Multiplikator:innen

Für das Projekt Seloliman gewann Regina die aktive Mitarbeit von Bio-Gartenbau-Pionierin Ursula Güdemann. Gemeinsam fanden sie rund ein Dutzend am Bio-Landbau interessierte junge Bauernfamilien aus den umliegenden Dörfern, aus denen das erste Team des PPLH Seloliman rekrutiert wurde. Ursula reiste fortan regelmässig nach Ostjava und beriet das Team bei der Planung der Anlage, wo ein Miniatur-Regenwald sowie ein Heilpflanzen-, Gemüse- und Obstgarten entstanden. Sie schulte rund ein Dutzend lokale Bäuerinnen und Bauern im Bio-Landbau samt Kompostierung und legte den Grundstein einer Samenbank für traditionelle Reissorten. Das PPLH entwickelte sich stetig weiter, ab 1996 unter der Leitung von Ahmed (Pak) Suroso.

Pak Suroso, Mitstreiter der ersten Stunde, ist seit 1996 Direktor des PPLH Seloliman.

Das PPLH Seloliman heute

Auf dem Gelände des PPLH Seloliman mit seinen Bio-Gärten wurden alleine im Jahr 2025 90 Schulen und Betriebsausflugsgruppen empfangen, insgesamt waren bisher 20’000 Gäste zu Besuch, für die ein breites Angebot an verschiedenen Aktivitäten besteht. Für die Grossgruppen mit oft über 100 Schulkindern oder Erwachsenen stehen passende Unterkünfte bereit. Das Restaurant mit minimaler Kücheninfrastruktur verpflegt die vielen Gäste mit feinen lokalen Gerichten aus Zutaten vom eigenen Garten und den umliegenden Bauernbetrieben. Auch indonesische und internationale Touristengruppen besuchen Seloliman und geniessen seine lauschigen Gärten. Aktuell erarbeitet das PPLH Seloliman zusammen mit PanEco einen Entwicklungsplan, damit das Umweltbildungszentrum seine Ziele neu ausrichten und auch erreichen kann.

Bilder im Uhrzeigersinn: Pak Suroso zeigt Touristinnen das Gewächshaus, Gruppenunterkunft für rund 50 Personen, Bungalow für zwei Personen und eine stolze Bäuerin aus dem Projekt, die ihre Setzlinge im Hofgarten präsentiert.

Regina Frey (ganz rechts) besucht auch heute noch regelmässig das PPLH Seloliman, wo sie sich mit Pak Suroso und seinem Team trifft. Im Februar 2026 mit dabei: die Co-Geschäftsleitenden Loredana Sorg (2.v.l.) und Martin Schmid (3. v.r.).

Meine Spende für Auenschutz und Umweltbildung
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