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ZU WARM ODER ZU KALT? Die Thurauen sind im Moment in der Kältestarre. Full view

ZU WARM ODER ZU KALT?

Nach einem viel zu warmen Januar fielen die Temperaturen in den letzten Tagen deutlich unter den Gefrierpunkt. Wir Menschen packen uns einfach wärmer ein, wenn es nach draussen geht. Aber wie geht die Natur mit diesen Schwankungen um?

Grundsätzlich ist die Natur bei uns auf eisige Temperaturen im Winter eingestellt: Einige Tierarten halten Winterschlaf, andere legen Vorräte an oder ziehen in den Süden und die Pflanzen stellen ihr Wachstum ein. Die aktuelle Kälte entspricht also dem normalen Zustand im Winter. Ungewöhnlich sind hingegen Wärmeperioden, wie wir sie im Januar erlebt haben. Hohe Temperaturen mitten im Winter können die üblichen Winterstrategien durcheinander bringen und der Natur Probleme bereiten.

Bereits im Januar haben zum Beispiel die Haselsträucher geblüht, Anfang Februar folgten der Huflattich und der Seidelbast. Die Wärme und den Pollen nutzten einzelne Bienen gleich für die ersten Rundflüge, und auch einzelne Igel sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. Für die zu früh wach gewordenen Tiere kann es schwierig sein, genügend Nahrung zu finden. Bei den Pflanzen besteht hingegen das Risiko, dass bei wiederkehrenden Kälte – wie im aktuellen Fall – Pflanzenteile erfrieren oder auch, dass sie umsonst blühen. Wenn sie nämlich auf Insekten als Bestäuber angewiesen sind, die im Winter schlicht nicht vorhanden sind.

Der jetzige Kälteeinbruch sollte aber nicht mehr lange andauern. Und rechtzeitig auf unsere Saisoneröffnung hin hoffen auch wir auf wärmende Sonnenstrahlen und die Vorboten des Frühlings!

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