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WILLKOMMEN WATVÖGEL! Tiefer Wasserstand, ausgedehnte Kies- und Schlickflächen: Das gefällt den Watvögeln. Full view

WILLKOMMEN WATVÖGEL!

Auf ihrem langen Weg in den Süden sind viele Zugvögel auf Schutzgebiete wie die Thurauen angewiesen. Deshalb können im Herbst auch sehr seltene Arten beobachtet werden, vor allem Watvögel.

August bedeutet in der Vogelwelt: Die Zugzeit hat begonnen! Millionen von Vögeln machen sich nun wieder auf den langen Weg vom Norden in ihre Winterquartiere im Süden. Einige Arten wie der Pirol oder der Flussregenpfeifer legen dabei mehrere Tausend Kilometer zurück. Gebiete wie die Thurauen sind für solche Arten nicht nur mögliche Brutorte, sondern auch überlebenswichtige Rastplätze. Vor allem die sogenannten Watvögel oder Limikolen sind auf die wenigen naturnahen Lebensräume an Gewässern angewiesen.

Watvögel erkennt man in der Regel an ihren langen Beinen und verhältnismässig langen Schnäbeln. Sie halten sich meist im Übergangsbereich zwischen Wasser und Land auf, speziell an Standorten mit schlammigem Boden oder vielen Algen. Hier finden sie nämlich ihre Nahrung: kleine Insekten, Würmer, Muscheln oder Schnecken. Unermüdlich suchen sie dabei Meter für Meter des Ufers ab, trippeln und stochern, bis sie etwas Fressbares finden. Aufgrund der tiefen Wasserstände finden sie dieses Jahr in den Thurauen sehr gute Bedingungen. Da die Watvögel aber sehr menschenscheu sind, ist es während der Zugzeit besonders wichtig, dass sie sich ungestört ausruhen und wieder Energie für den Weiterflug tanken können. Deshalb: Wenn Sie die Vögel beobachten wollen, nehmen Sie Feldstecher, Fernrohr und viel Geduld mit, so dass Sie von einem der Aussichtspunkte die Ufer absuchen können.

Zu den typischen Arten von Watvögeln, die wir regelmässig in den Thurauen beobachten können, gehört natürlich der Flussregenpfeifer, der hier auch wieder gebrütet hat. In den letzten Tagen sind bereits  mehrere Flussuferläufer, Grünschenkel und Waldwasserläufer gesichtet worden. Vielleicht tauchen dieses Jahr auch wieder Kampfläufer, Kiebitze oder die Bekassine auf. Zwar keine Watvögel, aber dennoch gern gesehene Zuggäste waren in den letzten Jahren zudem Seidenreiher, Löffler und der Fischadler. Wir sind gespannt, welche Überraschung der diesjährige Herbstzug bringen wird!

> Mehr Infos zum Vogelzug und den Watvögeln finden Sie auf der Webseite der Vogelwarte Sempach
> Aktuelle Arten in den Thurauen