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VOLKSZÄHLUNG DER BIBER Als Grundlage für die Biberzählung dienen ihre Spuren, zum Beispiel Frassspuren. Full view

VOLKSZÄHLUNG DER BIBER

Alle drei Jahre werden im Kanton Zürich die Biber gezählt. Die aktuellen Zahlen zeigen: dem Biber geht es gut, aber seine Ausbreitung erreicht langsam die biologische Grenze.  

Dem Biber geht es nach wie vor gut. Der Bestand hat weiter zugenommen hat: Aktuell leben im Kanton Zürich rund 400 Tiere, verteilt auf 106 Reviere. 2014 waren es noch 87 Reviere. Mit 92 Revieren bleibt der Schwerpunkt der Verbreitung in der nördlichen Hälfte des Kantons. Vor allem das Zürcher Weinland und das Thurtal sind sehr dicht besiedelt, doch die Bestände um den Flughafen Kloten, an der Reuss und an der Glatt haben stark aufgeholt.

Im Kanton Zürich wird im Auftrag der Fischerei- und Jagdverwaltung alle drei Jahre eine Biberzählung durchgeführt. Deshalb waren zwischen Dezember 2016 und April 2017 wiederum Freiwillige Biber-Watcher unterwegs und haben auf 950 Kilometern Gewässer nach Biberspuren abgesucht. Diese Woche wurden nun die Resultate vorgestellt.

Die Erhebung zeigt aber nicht nur die aktuelle Verbreitung des Bibers, sondern lässt auch wichtige Rückschlüsse auf die Entwicklung der Population zu. So fällt auf, dass die Bestandsentwicklung im Norden und Süden des Kantons sehr unterschiedlich ist. Im Norden und damit auch in den Thurauen ist der Bestand der Biber im Vergleich zu 2014 praktisch gleich geblieben. Es wurden zwar einige wenige Reviere neu gegründet, aber auch mehrere aufgegeben. Im südlichen Kantonsteil haben die Biber hingegen deutlich zugenommen. Hier wurden neue Reviere entlang der Glatt, im Limmattal und an der Reuss gegründet. Insgesamt ist die Zuwachsrate pro Jahr gegenüber der letzten Erhebung aber stabil geblieben. Mit knapp 7% liegt sie sehr tief und weist darauf hin, dass langsam die biologische Grenze des Populationswachstums erreicht wird.

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