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STRÄUCHER DER THURAUEN – DREI PORTRAITS Nebst den Portraitierten leben noch viele andere Sträucher in den Thurauen, so auch der Gemeine Schneeball (Viburnum opulus). Full view

STRÄUCHER DER THURAUEN – DREI PORTRAITS

Es grünt und blüht in den Thurauen. Diese Tatsache nahmen wir zum Anlass, ein Ratespiel zum Thema «Sträucher der Thurauen» auf unseren sozialen Medien zu veranstalten. Daraus sind drei botanische Portraits zu Sträuchern entstanden, welche in den Thurauen heimisch sind.

Wolliger Schneeball

Der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) ist gut erkennbar an seinen gegenständig angeordneten, eiförmigen Blättern, deren Unterseiten grau filzig behaart sind. Er ist einer der ersten Sträucher, der jeweils in den Thurauen blüht. Die cremeweissen Blüten sind in Schirmrispen zusammengefasst und duften leicht unangenehm. Obwohl der Strauch gerne als Zierpflanze verwendet wird, ist die ganze Pflanze für den Menschen giftig. Die Zweige werden jedoch aufgrund ihrer Robustheit und Elastizität gerne als Pfeil beim Bogenschiessen genutzt und aus der Rinde werden bis heute krampflösende Mittel hergestellt.

Rote Heckenkirsche

Die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) wird auch Rotes Geissblatt genannt. Ihr botanischer Artname «xylosteum» bezieht sich auf das Holz «xylos», welches weisslich und extrem hart ist, während die Zweige hohl wie Knochen «osteon» sind. An der roten Heckenkirsche ist vieles paarig angeordnet: Die elliptischen weichbehaarten Blätter sind gegenständig. Auch die weisslichen Blüten und die roten Früchte sitzen paarweise auf einem Stiel, welcher selbst auch wieder paarig ist. Die ganze Pflanze ist für den Menschen und für einige andere Tiere giftig. Von Vögeln werden die Beeren aber gerne gefressen und auch die Blüten sind eine beliebte Nektarquelle für verschiedenste Insekten.

Eingriffeliger Weissdorn

Der Eingriffelige Weissdorn (Crataegus monogyna) ist die häufigste Weissdornart in Mitteleuropa. Er unterscheidet sich vom Zweigriffeligen Weissdorn darin, dass seine Blüten meist nur einen Griffel bzw. Stempel haben und seine Blätter tief, das heisst bis etwa zur Hälfte, in drei bis sieben Lappen geteilt sind. Dank seiner dichten Verzweigung und seinen Dornen bietet er Versteckmöglichkeiten und einen geschützten Brutplatz für viele Vögel. Die Blüten des Eingriffeligen Weissdorns sind im Sommer eine Bienenweide und die Früchte bilden im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel. Vom Menschen wurden die Blätter und Samen früher als Tee beziehungsweise Kaffeeersatz genutzt und die Früchte als Mehlersatz verwendet. Extrakte aus Blüten, Früchten und Blättern werden bis heute bei Herzleiden eingesetzt.