Topbar widget area empty.
SOMMERGEFÜHLE DANK SCHMETTERLINGEN UND LIBELLEN Eine Plattbauchlibelle präsentiert sich in ihrer vollen Pracht. Full view

SOMMERGEFÜHLE DANK SCHMETTERLINGEN UND LIBELLEN

An sonnigen Sommertagen kann man sich den schillernden und flatternden Insekten kaum entziehen. Im lichten Wald und an kleineren Weihern in den Thurauen finden sie ideale Lebensbedingungen vor. Ihre Anzahl gibt Auskunft über die Artenvielfalt in einem Gebiet. Leider schwinden diese idealen Lebensräume in der Schweiz immer mehr.

Ist es warm und sonnig herrscht reges Treiben auf Wiesen und an Weihern. Die glitzernden Gross- und Kleinlibellen ziehen ihre Kreise und Schmetterlinge fliegen von Blume zu Blume. Bis zu diesem idyllischen Bild liegen viele Entwicklungsschritte hinter den beiden Insekten. Die Metamorphose, das heisst die Verwandlung von der Larve zum adulten Tier, läuft bei den beiden Fluginsekten unterschiedlich ab. Unterschieden wird zwischen der hemimetabolen Metamorphose und der holometabolen Metamorphose. Erstere beschreibt die unvollkommene Verwandlung und findet bei den Libellen statt. Dabei gleichen die Larven mit jeder Häutung ihren Eltern mehr. Bei der letzten Häutung vom Larvenstadium zum adulten Stadium entwickeln sich die Geschlechtsorgane sowie die Flügel der ausgewachsenen Libelle. Bei der holometabolen Metamorphose, wie sie bei den Schmetterlingen stattfindet, sehen die Larven völlig anders aus als die adulten Tiere. Sie beschreibt deshalb eine vollkommene Verwandlung: In drei Entwicklungsstadien schlüpft von der Raupe über eine Puppe der fertige Schmetterling.

Ist die Transformation zu den adulten Tieren abgeschlossen, erfreuen sie nicht nur unser Gemüt mit ihrer Schönheit, sondern sie leisten auch wertvolle Beiträge im ökologischen Gesamtsystem. Schmetterlinge sind wichtige Bestäuber und Libellen haben unter anderem eine bedeutende Rolle im Nahrungsnetz. Beide Insektenordnungen eignen sich zudem als gute Indikatoren für die Biodiversität eines Gebiets, da sie schnell und sensibel auf Veränderungen der Lebensraumbedingungen reagieren. Leider sind viele Libellen- und Schmetterlingsarten aufgrund des Lebensraumverlusts selten geworden. Gewässer und Magerwiesen sind verschwunden oder wurden durch Kunstrasen, Böschungen mit nicht einheimischen Pflanzenarten oder monotonen Hecken ersetzt. Diese sind für die Arten unserer einheimischen Flora und Fauna praktisch wertlos.

Selbst durch kleine Massnahmen kann die Vielfalt der heimischen Insekten wieder gefördert werden. Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie selbst aktiv werden können:

  • Vielfältige Bepflanzung im Garten mit einheimischen Pflanzen fördert den Artenreichtum
  • Blühende Küchenkräuter auf Balkonen und begrünten Dächern dienen als Nahrungsquelle
  • Verzicht auf Pestizide
  • Gartenteiche und Bächlein werden von einigen anspruchslosen Arten als Lebensraum angenommen
  • Alte Bäume, Asthaufen, dürre Stauden oder Kletterpflanzen werden zur Überwinterung genutzt

> Weitere Massnahmen zur Erhöhung der Biodiversität in ihrem Garten
> Entdecke die Lebensräume der Thurauen