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SELTENER NACHWUCHS Brütender Flussregenpfeifer. Bild: Juliane Riechert Full view

SELTENER NACHWUCHS

In den letzten Tagen konnten wir Erfreuliches beobachten: Es gibt wieder Nachwuchs bei den Flussregenpfeifern!

Die Pflanzen dürsten nach Regen, doch einer profitiert von der Trockenheit der letzten Wochen: der Flussregenpfeifer. Dank den niedrigen Wasserständen in diesem Frühling sind seine Aussichten auf eine erfolgreiche Aufzucht der Jungen sehr gut. In den letzten Tagen konnten wir bereits mehrfach junge Flussregenpfeifer auf einer Kiesbank beobachten!

Flussregenpfeifer sind ausgesprochene Spezialisten: Sie brüten nur auf offenen Kiesflächen in Wassernähe, wo sie vier Eier in eine kleine Bodenmulde legen. Diese werden 24–25 Tage von beiden Elternvögeln bebrütet. Die jungen Flussregenpfeifer sind extreme Nestflüchter: Nur wenige Tage nach dem Schlüpfen verlassen sie bereits das Nest und gehen selbständig auf Nahrungssuche. Im Alter von etwa drei Wochen sind sie bereits flugfähig. Trotz der schnellen Entwicklung bleibt das Risiko, dass das Gelege oder die Jungtiere bei Hochwasser weggeschwemmt werden. Der Flussregenpfeifer hat beim Brutgeschäft auf der Kiesbank hingegen keine Konkurrenz.

Weil es kaum noch natürlich fliessende Gewässer mit Kiesbänken gibt, sind Flussregenpfeifer bei uns sehr selten geworden. In der Schweiz gibt es gerade mal rund 100 Brutpaare! In die Thurauen sind sie dank der Renaturierung zurückgekehrt: Seit 2011 brüten sie regelmässig wieder im Schutzgebiet, allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. So überlebte letztes Jahr kein einziges Jungtier den wasserreichen Frühling. Umso mehr freuen uns nun die aktuellen Beobachtungen!

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> Mehr über die Renaturierung