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SCHULZIMMER GEGEN THURAUEN GETAUSCHT «Was ist das für ein Zweig?» – Niemand wusste die Antwort, Simon Fuchs bescherte den Schülerinnen und Schülern ein Aha-Erlebnis: Es handelt sich um einen Schilf-Zweig! Full view

SCHULZIMMER GEGEN THURAUEN GETAUSCHT

Bei wechselhaftem Herbstwetter und feuchten Wiesen bekam das Naturzentrum Thurauen Besuch von einer Kantonsschule, die einen Teil ihrer Projektwoche und ihres Umwelteinsatzes bei uns verbrachten und leisteten.

Nachdem die 9. Klasse ihr Gepäck abgeladen hat, begaben sie sich zur Erholungszone Forspitz. Führungsleiter Simon Fuchs stieg gleich biologisch ein und brachte seinen jugendlichen Zuhörerinnen und Zuhörern die häufigsten Pflanzenarten der Auenwälder näher. Alle erhielten ein Blatt oder einen Zweig in die Hand und suchten im Auenwald den dazugehörigen Baum oder Strauch. Was eine Aue dann überhaupt sei, fragte Simon Fuchs und lieferte sogleich die Antwort selbst. Auen sind Landschaften, die vom Wasser geprägt werden. In der Schweiz gibt es Fluss-, See- sowie alpine Auen. Sie bilden nur ca. ein Prozent der Landesfläche in der Schweiz. Dagegen beheimaten sie ca. 60 Prozent der einheimischen Tier- und Pflanzenarten. Entlang Flussauen, wie in den Thurauen, entstehen Auenwälder, die von Überschwemmungen und einem hohen Grundwasserspiegel beeinflusst werden. Die Weichholzaue grenzt direkt am Flussufer an und wird dadurch häufig überschwemmt. Dort wachsen Bäume wie die Schwarzpappeln, Silberweiden und Erlen. Hartholzauen, die eher weiter vom Ufer stehen, werden weniger überschwemmt. Die häufigsten Baumarten, die man dort antrifft, sind Eichen, Ulmen, Eschen, Ahorne oder Sträucher wie der Gemeine Schneeball und das Pfaffenhütchen.

Nicht nur die Flora spielt eine wichtige Rolle in den Thurauen. Wie der Name der Exkursion «BiodiversiThurauen», bereits verrät, wird die allgemeine Artenvielfalt der Auen ins Zentrum gerückt. So lernten die Schülerinnen und Schüler noch einiges über die dortige Tierwelt. Der Eisvogel war da im Besonderen ein Thema, doch auch Watvögel wurden erklärt. Leider liessen sich die besagten Tiere nicht selbst blicken. Doch auch das gehört zu Naturbeobachtungen. Der Rundgang im Gebiet wurde mit einem Picknick am Thurufer beschlossen. Am Nachmittag war dann die tatkräftige Mitarbeit der ganzen Klasse gefragt. Die Gymischülerinnen und Gymischüler halfen mit, Neophyten (genauer: die Kanadische Goldrute) im Gebiet zu zupfen. Damit leisteten sie einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung von invasiven Pflanzen.

Wir danken der Schulklasse der Kantonsschule Will, dass sie diesen Tag mit Freude und Motivation mitgestaltet haben. Wir bieten ganzjährig verschiedene Führungen, Exkursionen und Workshops für Schulklassen an.

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