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MOLCHE BEIM WASSERBALLETT Nördliches Kammmolch-Männchen in Wassertracht. Die Ausbildung des ausgeprägten Rückenkamms gilt für die Weibchen als wichtiges Auswahlkriterium für die Paarung. Full view

MOLCHE BEIM WASSERBALLETT

Molche sind seit Kurzem wieder an den Gewässern anzutreffen. Mit etwas Glück können auf dem Erlebnispfad des Naturzentrums ihre Balztänze beobachtet werden. 

Wie alle heimischen Amphibien verlassen die Molche im Frühjahr ihre Winterquartiere, um für die Fortpflanzung an ihre Laichgewässer zu reisen. Dort können sie dann bis Mitte September beobachtet werden. Seit Anfang April sind auch in die Tümpel des Erlebnispfads beim Naturzentrum wieder vielzählige Molche zurückgekehrt. Mit ihren Balztänzen führen sie eine Art Unterwasserballett vor.

Bei der Ankunft im Wasser entwickeln die Molche ihre Wassertracht. Die Tiere wirken nun farbiger, ihre körnige Haut wird glatt und die Männchen entwickeln einen Rückenkamm. Der Rückenkamm ist beim Nördlichen Kammmolch besonders ausgeprägt. Die frisch geschmückten Männchen versuchen dann mit ihrem Balztanz die Weibchen zu verführen. Mit einem Katzenbuckel stellen sie ihren Kamm zur Schau und fächeln den Weibchen mit kräftigen Schwanzschlägen ihre Duftstoffe zu. Einige Tage nach der erfolgreichen Paarung beginnt das Weibchen rund 200 Eier zu legen, die sie einzeln in gefalteten Wasserpflanzenblättern versteckt. Die langwierige Eiablage zieht sich über mehrere Wochen, weshalb Molche lange am Gewässer anzutreffen sind.

Auengebiete wie die Thurauen bieten einen idealen Lebensraum für Molche und viele weitere Amphibienarten. Da die seichten Tümpel regelmässig austrocknen, werden sie von Fischen befreit. Unter diesen Bedingungen können sich die Molchlarven entwickeln, ohne grosses Risiko, gefressen zu werden.

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