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KNACKPUNKTE DES KLIMAGIPFELS

Waren Sie alle am letzten Wochenende am Klima-Aktionstag? Wir waren begeistert von der Menschenmenge, die in verschiedenen Schweizer Städten für unseren Planeten einstand. Ein herzliches Dankeschön! Doch nun gilt es ernst. Der Klimagipfel in Paris hat am Montag offiziell begonnen.

Bis zum 11. Dezember treffen sich in Paris die politischen Entscheidungsträger, um über unsere Zukunft zu entscheiden. Doch worüber diskutieren die Abgeordneten der 196 Mitgliedstaaten der UN-Klimarahmenkonvention die nächsten beiden Wochen in Paris genau?

Grundsätzlich geht es um eine Nachfolge des Kyoto-Protokolls, das 2020 ausläuft. Das 2005 in Kraft getretene Abkommen setzte Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen fest. Bislang konnte das Abkommen aber nur wenig am allgemeinen Wachstumstrend ändern: Das Protokoll sah beispielsweise vor, dass die Durchschnittstemperatur um höchstens zwei Grad steigen darf. Aktuell reichen die Klimazusagen der Staaten jedoch nicht ansatzweise aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen – es wurde bereits jetzt ein Anstieg um ein Grad verzeichnet. Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem unser Engagement nicht nur wichtig sondern notwendig ist. Die G7 fordert deshalb ein Ende des industriellen CO2-Ausstosses bis Ende dieses Jahrhunderts. Eine Umstellung auf erneuerbare Energien in näherer Zukunft ist dabei zentral.

Ein weiterer Diskussionspunkt dreht sich um die Fragen der Einhaltung dieses neuen Abkommens. Wer soll für die Überprüfung zuständig sein oder soll Selbstkontrolle gelten? Wie verpflichtend sollen die Vereinbarungen von Paris sein und wieviel Justiz soll dahinter stehen? Besonders hier werden wahrscheinlich die Meinungen der Abgeordneten auseinander gehen.

Wenn sich aber alle teilnehmenden Länder zum Klimaschutz verpflichten, wird diese Konferenz historisch. Wir sind die erste Generation, die den Klimawandel zu spüren bekommt und die letzte, die etwas dagegen tun kann!

Am vergangenen Wochenende sind deshalb weltweit Menschen auf die Strasse gegangen, um den Abgeordneten zu zeigen, dass es ihnen nicht egal ist, was sie entscheiden. Es gab Klima-Märsche in Grosstädten, wie Sidney, Washington, London und Tokio sowie eine stille Masse an Schuhen in Paris, einstehend für die vielen Aktivisten, denen solche Märsche verwehrt wurden. Auch in der Schweiz wollten rund 15’000 Menschen den Politikern zeigen, dass ihnen der Klimaschutz wichtig ist.

Schauen Sie sich die Bilder der engagierten Menschen von diesem Wochenende an.
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Auch das Schweizer Fernsehen berichtete über die weltweiten Demonstrationen in der Tagesschau vom Samstag.
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Sehen Sie sich den eindrucksvolle Film von Oskar-Gewinner Charles Ferguson «Time to choose» an. Er steht anlässlich des Klimagipfels noch heute zum gratis Streamen zur Verfügung.
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