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KIEBITZE AUF DER SCHÖNI Kiebitz Full view

KIEBITZE AUF DER SCHÖNI

Zur Zeit kann man auf der renaturierten Feuchtwiese „Schöni“ am Rhein regelmässig bis zu fünf Kiebitze bei der Nahrungssuche beobachten. Ob die hübschen Watvögel wohl bleiben?

Der Kiebitz (Vanellus vanellus) gehört zu den bekanntesten und aufgrund seines einzigartigen Aussehens und der Balzflüge zu den auffälligsten Bewohnern flacher und offener Feuchtgebiete. Die Schweiz befindet sich an der südlichen Grenze des Brutgebietes, das sich von Grossbritannien über Skandinavien bis in den Osten Chinas erstreckt. In weiten Teilen Europas, so auch in der Schweiz, zählt der Kiebitz zu den Standvögeln, wobei ein grosser Teil der Population als  Kurzstreckenzieher über den Winter in den Süden zieht.

Die Bestände des Kiebitzes sind in den vergangenen Jahrzehnten zum Teil stark zurückgegangen. In Europa wird die Art als „verletzlich“ und in der Schweiz sogar als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Der Kiebitz besiedelt offene Feuchtgebiete oder extensiv genutztes Kulturland – beides Lebensräume, welche europaweit am schwinden sind.

Die Tiere, die sich bei uns auf der Schöni eingefunden haben, sind höchstwahrscheinlich Altvögel, die nach der Brut im Norden bereits wieder gen Süden gezogen sind. Ihr Bespiel zeigt eindrücklich, wie wichtig renaturierte Feuchtgebiete und Flachufer für die Art sind. Sie dienen als Rastplatz beim Durchzug oder als Winterquartier, sofern das Nahrungsangebot ausreichend und die Störungen nicht zu gross sind. Eben diese Bedingungen wurden durch die Renaturierung und das Betretverbot in der Schöni wieder hergestellt – offensichtlich mit Erfolg!

Aber überzeugen Sie sich selbst: Nehmen Sie sich etwas Zeit und setzen Sie sich mit Feldstecher ausgerüstet in einen der beiden Beobachtungs-Hides. Mit etwas Glück werden Sie die Kiebitze und andere seltene Vögel beobachten können!

>Weitere Informationen zum Kiebitz (vogelwarte.ch)
>Aktuelle Arten im Gebiet