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GRÜNES GEMÜSE ZU OSTERN? Fast jedes Kind weiss, dass es Schokohasen und farbige Eier zu Ostern bekommt, doch was hat es damit auf sich, nur grünes Gemüse am Gründonnerstag zu essen? Full view

GRÜNES GEMÜSE ZU OSTERN?

Grün  ̶  die Farbe der Hoffnung macht nicht nur in der Natur eine gute Figur, sondern auch auf dem Teller! Zur Osterzeit gibt es nebst süssen Versuchungen auch kulinarische Bräuche, die mehr können, als auf der Waage Zahlen zu erhöhen. 

Für viele ist grünes Gemüse nicht etwas, worauf sie bei Hunger besonders gerne zurückgreifen. Trotzdem hält sich die Tradition, nur grünes Gemüse an Gründonnerstag zu essen, seit Jahrhunderten hartnäckig. Grün ist die Farbe der Hoffnung und lädt deshalb geradezu dazu ein, diese Symbolik mit einem Brauch zu verbinden. So soll die Einnahme von grünen Kräutern und Gemüse Kraft und Gesundheit für das Jahr schenken. Meist werden dafür erste Frühlingskräuter und frisches saisonales Gemüse verwendet.

Nebst des gesundheitlichen Aspekts bieten Kräuter eine enorme Vielfalt. Zu den Kräutern, die auch in den Thurauen zu finden sind, gehören zum Beispiel Bärlauch, Lungenkraut, Huflattich und Scharbockskraut. Ein beliebtes Gericht an Gründonnerstag ist die sogenannte Neunkräutersuppe, welche aus sieben bis zwölf Frühlingskräutern besteht. Dafür werden meist Giersch, Löwenzahn, Sauerampfer und Sauerklee, Gänseblümchen, Taub- und Brennnessel sowie Schafgarbe und Salat-Fetthenne verwendet. Je nach dem, an welchem Datum Ostern ist, werden die Zutaten der Blütezeit der Pflanzen angepasst. Ob der Name «Gründonnerstag» in direktem Zusammenhang mit diesem Brauch ist, bleibt umstritten. Viel wichtiger ist jedoch der Brauch selbst und natürlich, dass es schmeckt!

> Rezept für die Neunkräutersuppe
> Weitere Frühlingsboten in den Thurauen