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GOLDFISCHE GEHÖREN NICHT IN DIE THURAUEN! Die Goldfische in den Tümpeln des Erlebnispfads waren zudem auch krank. Sie wurden herausgefischt. Full view

GOLDFISCHE GEHÖREN NICHT IN DIE THURAUEN!

In den Tümpeln auf unserem Erlebnispfad und in den Thurauen haben wir Anfang April mehrere Goldfische entdeckt. Diese Tiere sind nicht einheimisch, werden aber leider immer wieder ausgesetzt. Die gut gemeinte Tat stellt eine Gefährdung der Goldfische selbst, wie auch der einheimischen Tierwelt dar.

Der Goldfisch (Carassius auratus) stammt ursprünglich aus China und gehört zu den ältesten Haustieren der Welt. Da er sehr anpassungsfähig und ein Allesfresser ist, wird er gerne als Zierfisch in Gartenteichen und Aquarien gehalten. Die Fische werden dabei 20 bis 30 Jahre alt und erreichen eine Länge von bis zu 40 cm. Aus verschiedenen Gründen kommt es leider immer wieder vor, dass Goldfische ausgesetzt werden. Aufgrund dieser beabsichtigten, aber auch unbeabsichtigten Verschleppung ist der Goldfisch heute praktisch weltweit verbreitet. Gerade in Naturschutzgebieten stellt er allerdings ein grosses Problem dar, da er die einheimische Tierwelt verdrängt.

Als gefrässiger Generalist ernährt sich der Goldfisch von Fisch- und Froschlaich, Larven von Amphibien und Insekten, Wasserkäfern, Plankton, Kleinkrebsen, Wasserpflanzen und totem organischen Material. Vor allem Amphibien, aber auch einheimische Fische und die Libellen leiden stark unter der Anwesenheit von Goldfischen. Auf unserem Erlebnispfad und in den Thurauen wurden die Tümpel in erster Linie zur Förderung von Laubfrosch, Kammmolch und Gelbbauchunke angelegt – Würden sich die Goldfische darin ausbreiten, wären die stark gefährdeten einheimischen Amphibien in kurzer Zeit verschwunden. Deshalb setzten wir nun alles daran, alle Goldfische aus den Tümpeln heraus zu fischen.

Vor der Anschaffung von Goldfischen, sollte man sich genau überlegen, ob man die langlebigen Tiere auf Dauer artgerecht halten kann. Sollte es doch notwendig sein, einzelne Exemplare abzugeben, gibt es verschiedene Stellen, wo man sich für eine Beratung melden oder Goldfische abgeben kann. Konsultieren Sie dazu unser Merkblatt, wir haben darin einige Links und Adressen zusammengestellt. Auf keinen Fall gehören Goldfische – wie auch andere Haustiere – in die Kanalisation oder ausgesetzt! Dies ist Tierquälerei, gefährdet die einheimische Tierwelt und ist gesetzeswidrig.

> Merkblatt Goldfische
> Flora und Fauna der Thurauen
> Merkblatt zur Haltung (Schweizer Tierschutz STS)