Topbar widget area empty.
GIFTIGE SCHÖNHEIT IN DEN THURAUEN Klein, aber oho: Die Einbeere ist ein schönes, aber sehr giftiges Krautgewächs. Bild: Michael Gasperl. Full view

GIFTIGE SCHÖNHEIT IN DEN THURAUEN

Nachdem im Frühling die Vierblättrige Einbeere blühend entdeckt werden konnte, gibt es  in den Monaten Juli bis September, die Beeren der giftigen Schönheit im Gebiet zu bewundern. Die Einbeere kann im Gebiet der Thurauen in grosser Zahl gefunden werden.

Die Einbeere (Paris quadrifolia) ist eine giftige Pflanzenart aus der Ordnung der Liliengewächse. Sie wird im Volksmund auch Augenkraut, Fuchsauge oder Schlangenbeere genannt. Die ausdauernde Pflanze bildet ein Rhizom, welches im Boden bis zu 14 Jahre alt werden kann. Wie der wissenschaftliche Name schon verrät, trägt sie einen vierblättrigen (selten fünfblättrigen) Quirl, aus dem eine auberginefarbene Blüte mit gelben Blütenblättern empor wächst. Aus dieser Blüte bildet sich eine auffällige dunkelblaue Beere, die einer Heidelbeere ähnelt.

Die Einbeere wird in der Homöopathie in niedriger Dosierung als Heilpflanze verwendet. Vor allem bei Augenbeschwerden oder nervösen Herzbeschwerden wird die Einbeere eingesetzt, aber auch bei Kopfschmerzen oder Migräne. Allerdings darf eine Therapie mit dieser Pflanze nur durch professionelle Hand verschrieben werden, da sie hoch giftig ist.

Eine Vergiftung mit der Einbeere ruft Beschwerden wie Magenkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen sowie Schwindel und Kopfschmerzen hervor. Bei einer sehr starken Vergiftung kann es sogar zur Lähmung der Herz- und Atemmuskulatur kommen und so zum Tod führen. Allerdings ist die Einbeere einzigartig in ihrem Aussehen und kann deshalb kaum mit essbaren Pflanzen verwechselt werden.

> Entdecken Sie mehr aktuelle Arten in den Thurauen
> Die Einbeere in der Homöopathie