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GEFRÄSSIGE RÜEBLIRAUPEN BEI UNS IN DER AUSSTELLUNG Auffällig sind die blauen Binden und die roten Augenflecken auf den Hinterflügeln. Die kurzen, schwarz gefärbten «Schwänzchen» erinnern an die Schwanzfedern von Rauchschwalben und geben dem Schmetterling seinen Namen: Schwalbenschwanz. Full view

GEFRÄSSIGE RÜEBLIRAUPEN BEI UNS IN DER AUSSTELLUNG

Wer Fenchel, Möhren, Dill oder Kümmel im Garten wachsen lässt, bietet Schwalbenschwanz-Weibchen einen idealen Ort um Eier abzulegen. Aus jedem Ei schlüpft eine kleine Raupe. Als erstes frisst sie ihre Eihülle, danach widmet sie sich den oben genannten Pflanzen. Aber keine Angst: Schwalbenschwanz-Raupen kommen eher einzeln vor und verursachen keine merklichen Schäden. Als Belohnung für das angeknabberte Möhrenkraut entsteht nach der Verpuppung der Raupe ein farbenprächtiger Schmetterling.

Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist eine beeindruckende Schmetterlings-Art. Jedes Jahr entstehen zwei Generationen von Schmetterlingen. Die erste Generation hat als Puppe überwintert. Im Mai schlüpfen die ersten Schmetterlinge. Sobald ihre Flügel entfaltet und ausgehärtet sind, kommt es zur «Gipfelbalz». Schwalbenschwanz-Männchen sammeln sich auf Erhebungen und segeln von dort aus herunter. Dies wiederholen sie, bis sie ein paarungsbereites Weibchen gefunden haben. Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier auf der zukünftigen Futterpflanze ab. Aus den Eiern schlüpft die erste Generation der Raupen. Nach zirka einem Monat sind die Raupen bereit für die Verpuppung. In der Puppe findet die sogenannte «Metamorphose», die Umwandlung, statt. Diese Umwandlung zum geschlechtsreifen Tier dauert zwei Wochen. Mitte Juli schlüpft die zweite Generation Schmetterlinge, welche nach ihrer Raupen Entwicklung als Puppe überwintert und erst im nächsten Jahr ausschlüpft.

In den Thurauen findet man die Falter oft auf violetten Blüten wie Thymian, Skabiosen und Flockenblumen. Sie nutzen ihre langen Rüssel um Blütennektar auszusaugen. Die Raupen findet man auf artenreichen Magerwiesen. Dort fressen sie Engelwurz, Sumpf-Haarstrang und Wilde Möhre. Wer sich die grün-schwarz gestreiften Raupen mit ihren orangen Punkten genauer anschauen will, sollte die Ausstellung des Naturzentrums besuchen. In der Ausstellung «Kosmos Auenlandschaft 2.0» befindet sich neu ein Aerarium. Dort kann man die heranwachsenden Raupen in Ruhe beobachten bevor sie sich anschliessend verpuppen. Die Puppen verweilen im nebenanstehenden Puppenkasten, um nach der Metamorphose als wunderschöne Schmetterlinge zu schlüpfen. Wer also zum richtigen Zeitpunkt in der Ausstellung ist, kann dieses Naturwunder live miterleben oder bei deren Freilassung dabei sein.

> Besuchen Sie unsere Schwalbenschwanzraupen im Aerarium
> Schwalbenschwanz-Portrait von NABU