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LIBELLEN: GESCHICKTE JÄGER IM WASSER UND IN DER LUFT Falkenlibelle (Cordulia aenea) im Flug Full view

LIBELLEN: GESCHICKTE JÄGER IM WASSER UND IN DER LUFT

Ob Mosaik-, Teich- oder Azurjungfer, Adonis-, Feder- oder Falkenlibelle – nach und nach lassen sie ihr Leben im Wasser nun hinter sich und erheben sich in die Lüfte.

Dank den steigenden Temperaturen dieser Jahreszeit kann man an schönen Tagen wieder die Flugkünste der oft frisch geschlüpften Libellen an Gewässern verschiedenster Art bestaunen. Bevor sie sich in die Lüfte erheben, verbringen die Libellen jedoch je nach Art mehrere Jahre im Wasser – als Larve. Dort führen sie ein Dasein als äusserst geschickte und gefrässige Jäger – dank ihrer blitzschnell ausfahrbaren Fangmaske entgeht ihnen kaum eines der kleineren Wasserlebewesen. Selbst Kaulquappen und junge Molche müssen sich vor ihnen in Acht nehmen.

Sobald die Libellenlarve genug gross ist, klettert sie an der ufernahen Vegetation aus dem Wasser und häutet sich zum erwachsenen Fluginsekt, dem sogenannten «Imago». Von nun an führen sie ein verhältnismässig kurzes Leben in den Lüften: Je nach Art einige Wochen bis wenige Monate. Dort sind sie nicht weniger gefürchtete Jäger, dank ihren vier individuell steuerbaren Flügeln und den riesigen Facettenaugen entgeht ihnen kaum eine Beute. Auch bei der Paarung zeigen die Flugkünstler ihr Können – gleich zu zweit fliegen sie gekoppelt im sogenannten «Paarungsrad» über den Teich. Libellen gehören zu einer sehr urtümlichen Insektengruppe: Fossile Funde ihrer Vorgänger sind weit über 300 Mio. Jahre alt und die heutigen Vertreter haben sich in den vergangenen 150 Mio. Jahren kaum verändert. Im Insektenreich kann man sie also mit gutem Gewissen als die bis anhin unangefochtenen Königinnen der Lüfte bezeichnen.

Die spektakuläre Jagd in den Lüften ist in jedem Falle ein Schauspiel, welches man sich nicht entgehen lassen sollte. Bei uns auf dem Erlebnispfad kann man die Libellen, ob gross oder klein, aus ungewohnter Nähe quasi «Auge in Facettenauge» bewundern – nicht selten kann man die Tiere auch beim Schlüpfen am Teichrand und mit etwas Glück sogar bei ihrem Jungfernflug beobachten.

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