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EIN BERGBEWOHNER IM MITTELLAND Der Deutsche Fransenenzian ist auch in niederen Höhenlagen verbreitet. Full view

EIN BERGBEWOHNER IM MITTELLAND

Wenn man sich über die Pflanze Enzian unterhält, denkt man im Normalfall an eine kleine, hübsche Bergblüte, die auch in der Schnapsbrennerei verwendet wird. Doch lange nicht alle Enziane wachsen nur in den Höhen: Auch bei uns in den Thurauen kann man die blaue Blüte entdecken.

Der Deutsche Enzian (Gentiana germanica) ist eine ein- bis zweijährige krautige Pflanze, die etwa 5 bis 25cm hoch wird. Die hübsche violett-blaue Blüte besteht aus einem Kelch mit spitzen Buchten, deren Rand oft karminrot und eingerollt ist. Die Laubblätter sind kreuzgegenständig und eiförmig bis lanzettlich. Der Stängel verzweigt sich im oberen Bereich und hat dreieckige bis eiförmige Blätter.

Der Enzian kommt in Mitteleuropa vor. Man kann ihn in Magerrasen, Flachmooren und Schafweiden bis auf einer Höhe von 2600 Metern finden. Am  besten gedeiht er auf lehmigen und kalkreichen Böden. Besonders am Deutschen Enzian  sind die Fransen am Kelcheingang. Diese Fransen verwehren manchen Insekten, wie Bienen den Zugang. Nur langrüsselige Insekten, zum Beispiel Falter und Hummeln, gelangen an den Nektar und können den Enzian bestäuben.

Auch der Gefranste Enzian (Gentiana ciliata) fühlt sich in den gemässigten Breiten wohl. Beide Arten sind ein Relikt der letzten Eiszeit und können mit etwas Glück in den Thurauen entdeckt werden.

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