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UNSERE LEITUNG TRITT AB Stets mit einem Lächeln voran: Petra Zajec leitete das Naturzentrum Thurauen seit mehreren Jahren. Full view

UNSERE LEITUNG TRITT AB

Abschiede sind schwer: Die langjährige Leiterin, Petra Zajec, verlässt das Naturzentrum Thurauen.

Seit dem 1. Dezember 2005 war Petra Zajec ein verlässlicher Wert in der Stiftung PanEco. Sie, die ausgebildete Biologin, kam damals als Praktikantin «Umweltbildung» in das damalige Umweltbildungszentrum NeulandWeinland. Auch nach dem Praktikum blieb sie der Organisation glücklicherweise treu und betreute ab 2007 die Umweltbildungsangebote in den Projekten von PanEco. Im Jahr 2011 schliesslich, eröffnete die Stiftung im Auftrag des Kantons Zürich, das heutige Naturzentrum. Von der Konzeption bis zum heutigen Tag war Petra Zajec an vorderster Front mit dabei und gestaltete dabei das Zentrum als Leitung massgeblich mit.

Stiftung PanEco (PE): Du hast 13 Jahre bei PanEco gearbeitet und verabschiedest dich nun. Was ist das besondere am Naturzentrum Thurauen, was vielleicht auch den Ausschlag für die lange Zusammenarbeit gegeben hat?
Petra Zajec (PZ): Das Besondere war sicherlich, dass ich von Anfang an dabei sein konnte. Ein Zentrum von Null auf aufzubauen, ist eine grosse Herausforderung und es war zu Beginn entsprechend eine sehr intensive, zum Teil auch recht chaotische Zeit. Aber wir waren auch ein super Team, in dem alle am gleichen Strick gezogen haben. Besonders war und ist natürlich auch die Lage: Wir teile uns das Gelände mit dem Camping, Badi und Restaurant. Daraus sind fruchtbare Partnerschaften entstanden. Und dann natürlich die Thurauen: Was sich seit der Renaturierung hier alles verändert und zum Positiven entwickelt hat, begeistert mich auch nach so vielen Jahren immer wieder aufs Neue. Warum ich so lange geblieben bin? Wegen der Natur, der wunderschönen Umgebung und den Menschen. Und weil ich die vielseitige Arbeit hier einfach sehr gern gemacht habe!

PE: Welche Erfahrungen und Highlights werden dir vom Naturzentrum in bleibender Erinnerung bleiben?
PZ: Oh, da gibt es viele bleibende Erinnerungen: Die Eröffnung mit Bundesrätin Doris Leuthard und fast 2000 Besucherinnen und Besucher, die hoch emotionalen Infoveranstaltungen zur Renaturierung, aber auch die vielen strahlenden Gesichter von Exkursionsteilnehmern, die von den «neuen» Thurauen hell begeistert sind. Von den Anlässen her waren die Bienenausstellung und die Saatgut-Tauschbörse sicher zwei grosse Highlights, aber auch kleinere Anlässe wie eine Buchvernissage oder die Skulpturenausstellung waren sehr gelungen. Und dann gab es natürlich auch jede Menge Natur-Highlights: Ein Gruppe von Löfflern, junge Eisvögel, das Konzert der Laubfrösche, das weisse Hermelin auf der grünen Wiese, die jagenden Ringelnattern, die vielen Orchideen… Praktisch jedes Jahr habe ich etwas Neues gesehen, eine neue Art kennen gelernt. Mein ganz persönlicher Favorit war aber über all die Jahre der Biber. Ob junge Biber vor dem Bau, zwei bei der gegenseitigen Fellpflege oder einer seelenruhig am Äste abknabbern – dass ich so oft Biber auf nur wenige Meter Distanz beobachten konnte, das werde ich für immer mit den Thurauen verbinden.

PE: Du wirst in ähnlicher Position in ein anderes Naturzentrum wechseln. Was reizt dich daran? Oder anders ausgedrückt: Wieso ist es an der Zeit für dich, das Naturzentrum zu verlassen?
PZ: Nun, nach so langer Zeit in der gleichen Organisation und am gleichen Ort hatte ich einfach das Gefühl, dass ich eine Veränderung brauche. Wir haben in den letzten Jahren im Naturzentrum und bei PanEco viel erreicht und sind gut aufgestellt. So gesehen, ist nun ein guter Zeitpunkt, das Zepter abzugeben. Mit dem Gedanken an eine neue Herausforderung hatte ich tatsächlich schon etwas länger gespielt, aber eine endgültige Entscheidung fiel mir doch schwer. Doch dieses Jahr haben sich einige Umstände geändert, und wie es der Zufall wollte, bot sich im Sommer die Gelegenheit am Klingnauer Stausee – und da war auf einmal dieses Kribbeln, die Aufregung, die Vorfreude auf etwas Neues. An der neuen Aufgabe reizt mich, dass ich wieder etwas mitgestalten und mich voll auf die Inhalte konzentrieren kann, aber auch die neue Umgebung und neue Themen, in die ich mich einarbeiten muss. Das Zentrum selbst ist ein spannendes Projekt, auch wenn es kleiner ist als die Thurauen. Ich sehe aber das Potential, dass in diesem Projekt und in der Umweltbildung generell im Aargau steckt. Ich freue mich sehr darauf, hier einen Teil zur Weiterentwicklung beizutragen.

Wir bedanken uns bei Petra, die während so vieler Jahre eine tragende Rolle in Naturzentrum und der Stiftung übernommen hat. Ihr umfangreiches Wissen beeindruckte uns immer wieder, ihr Engagement für das Zentrum war unvergleichlich und ihre ausgeglichene, freundliche Art werden uns sehr fehlen! Gleichzeitig freuen wir uns, dass der bisheriger Stellvertreter, Simon Fuchs, ab dem neuen Jahr die Leitung des Naturzentrums übernehmen wird.

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