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DIE INNERE UHR SCHLÄGT FRÜHLING Ein Spätzünder unter den Frühblühern: der Bärlauch. Wer ihn sucht, kann seiner Nase folgen, denn die Pflanze duftet intensiv nach ihrem nahen Verwandten, dem Knoblauch. Full view

DIE INNERE UHR SCHLÄGT FRÜHLING

Der milde Winter hat sich verabschiedet. Die Tage sind sonnig und sorgen für gute Stimmung und neue Lebensenergie. Ein Frühlingserwachen stellt sich ein, sowohl bei uns Menschen als auch im Pflanzen- und Tierreich.

Der Frühling ist die Zeit, in der die Natur zu neuem Leben erwacht. Angekündigt wurde er durch die sogenannten Geophyten − Pflanzen, die mit Hilfe von Speicherorganen wie Knollen, Rhizomen oder Zwiebeln den Winter unter der Erde überdauert hatten. Zu ihnen gehören unter anderem Scharbockskraut, Lungenkraut und auch der vergleichsweise spät blühende Bärlauch. Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Boden erwärmten, schoben sie ihre Blätter aus der Erde, um die wertvolle Sonnenenergie einzufangen. Denn bald wird nur noch wenig Licht zum Waldboden gelangen: Die Blätter vieler Bäume sind bereits aus den Winterknospen ausgebrochen.

Der Frühling macht sich aber nicht nur bei den Pflanzen bemerkbar. Fliegend und kriechend kann man Insekten auf der Suche nach Nektar beobachten. Sie sorgen für die Bestäubung der Pflanzen und stellen sicher, dass auch der nächste Frühling wunderbar facettenreich blühen und duften wird. Ausserdem hört man vermehrt Zugvögel singen. Bereits sind einige Langstreckenzieher wie Rauchschwalbe, Schwarzmilan und Kuckuck in den Thurauen eingetroffen. Sie haben eine weite Reise hinter sich und sind auf das grosse Nahrungsangebot angewiesen. Denn kurz nach ihrer Ankunft beginnt schon die intensive Paarungs- und Brutzeit − eine entscheidende Zeit für die Tierpopulationen. Es ist deshalb wichtig, dass die Natur und ihre Bewohner respektiert und möglichst wenig gestört werden.

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> Rückkehr der Zugvögel (Vogelwarte Sempach)