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DIE FLUSSREGENPFEIFER SIND ZURÜCK Flussregenpfeifer Full view

DIE FLUSSREGENPFEIFER SIND ZURÜCK

Die Flussregenpfeifer sind letzte Woche in den Thurauen eingetroffen. Auf der Kiesbank im Mündungsbereich konnte Tobias Ryser drei Individuen zählen, welche schon das typische Balzverhalten an den Tag legen – «allerdings noch etwas zaghaft», wie der Ranger berichtet.

Der amselgrosse Vogel mit dem leuchtend gelben Augenring brütet ausschliesslich auf Kiesbänken, wo er in eine kleine Bodenmulde vier perfekt getarnte Eier legt. Die jungen Vögel schlüpfen nach drei bis vier Wochen und suchen danach im Alter von nur zwei Tagen selbständig im Sand und Schlick nach Nahrung.

Die grösste Gefahr für die Flussregenpfeifer ist der Mensch, denn Kiesbänke sind auch sehr beliebte Badestrände. Wird der scheue Vogel gestört, kann er sich zu wenig um seine Eier kümmern. Hinzu kommt, dass das ungeschulte Auge die grauen Eier nur schlecht von Steinen unterscheiden kann und so auch Eier zertreten werden.

Weil seit dem 19. Jahrhundert viele Flüsse – wie auch die Thur – begradigt wurden, sind offene Kiesbänke zur Seltenheit geworden. So ist auch in den Thurauen der Flussregenpfeifer verschwunden, als der Fluss ins Korsett gezwungen wurde. Seit 2008 wird das Gebiet renaturiert und seit 2011 brütet der Flussregenpfeifer wieder in den Thurauen.

> Unsere Mitarbeitenden wissen, wo man am Ufer verweilen und im Fluss baden kann und wo die Vögel zu beobachten sind, ohne den Flussregepfeifer zu stören. Nehmen Sie an einer Führung durch die Thurauen teil.