Topbar widget area empty.
DER KLEINE FROSCH MIT DER LAUTEN STIMME Laubfrosch beim Erlebnispfad Full view

DER KLEINE FROSCH MIT DER LAUTEN STIMME

In den warmen Nächten dieser Jahreszeit sind die Thurauen und umliegende Feuchtgebiete wieder einmal mit dem herrlichen Konzert der Laubfrösche (Hyla arborea) erfüllt. Der kleinste unserer einheimischen Frösche ist gleichzeitig der lauteste – das Quaken grosser Laubfrosch-Bestände ist über einen Kilometer weit hörbar!

Tagsüber rastet der Laubfrosch meistens regungslos in der gewässernahen Vegetation. Er kann dank den Haftballen an seinen Zehen mühelos auf Sträucher und Bäume klettern. Im dortigen Blattwerk ist er dank seiner leuchtend grünen Oberseite bestens getarnt und wird daher oft übersehen. In dieser Hinsicht zeigt sich der Laubfrosch anpassungsfähig – er kann seine Hautfarbe ändern und bei Bedarf auch einmal braun oder grau, wie eine Baumrinde werden.

Der Laubfrosch bevorzugt seichte und sonnenexponierte Laichgewässer ohne Zu- oder Abfluss, welche einen niedrigen Wasserinsekten- bzw. Fischbestand aufweisen. Besonders in naturnahen Auenlandschaften entstehen solche Gewässer regelmässig durch Überschwemmungen. Sie werden vom Laubfrosch oft schnell erobert. Der kleine Frosch, welcher übrigens Wanderdistanzen von mehreren Kilometern zurücklegen kann, folgt somit gerne den Pioniergewässern – und verschwindet mit ihnen oft auch wieder.

In den Thurauen und weiten Teilen der Nordostschweiz leben die grössten noch verbleibenden Populationen des Laubfrosches, dessen gesamtschweizerische Bestände leider stark zurückgegangen sind. Dieser Rückgang ist vor allem auf das Verschwinden von geeigneten, ausreichend vernetzten Laichgewässern zurückzuführen. Der Laubfrosch profitiert somit ganz besonders von Flussrenaturierungen, welche eben solche Lebensräume wieder herstellen.

Kommen Sie vorbei, bei Tag oder bei Nacht, und überzeugen Sie sich selbst!

>Weitere Informationen zum Laubfrosch (karch)
>Aktuelle Arten im Gebiet