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DAS GEHEIME LEBEN DER LIBELLEN Eine schlüpfende Grosslibelle auf dem Erlebnispfad Full view

DAS GEHEIME LEBEN DER LIBELLEN

Libellen kennen wir alle als farbenprächtige Flugkünstler. Doch den grössten Teil ihres Lebens verbringen sie als unscheinbare Wesen im Wasser.

Die warmen Tage des Frühsommers sind die Zeit der Libellen. Besonders an Teichen sind sie jetzt zu Dutzenden zu beobachten: leuchtend blaue Azurjungfern, blau-grüne Königslibellen oder der eher unauffällige Vierfleck. Wer sich etwas Zeit nimmt, kann dabei auch Besonderheiten wie ein Paarungsrad, die Eiablage oder sogar das Schlüpfen einer Libelle beobachten.

Aber wussten Sie, dass Libellen den grössten Teil ihres Lebens im Wasser verbringen? Die Libellen entwickeln sich nämlich – je nach Art – über mehrere Jahre im Wasser. Dabei sehen sie aus wie kleine Käfer, ernähren sich von anderen Kleinlebewesen, wachsen und häuten sich zwischen jedem Larvenstadium. Ist das letzte Stadium erreicht, klettert die Libelle an einer Pflanze aus dem Wasser. Festgeklammert an die Pflanze sprengt sie ihre enge Hülle und schlüpft als fliegendes Insekt aus der Exuvie: Zuerst der Vorderkörper, dann die Beine und zuletzt der Hinterleib. Die Flügel sind dabei eng zusammengefaltet und der Chitinpanzer ist weich und hell. Nun muss die Libelle ihre Flügel entfalten und warten, dass das Chitin aushärtet. Ein Prozess, der bei grossen Arten eine Stunde und mehr beanspruchen kann. Erst mit dem Aushärten des Chitins wird die Libelle flugfähig und bekommt ihre schillernden Farben.

Das Leben als fliegendes Insekt ist bei den Libellen allerdings nur von kurzer Dauer. Im Durchschnitt verbringen sie nur zwei bis drei Monate in dieser Form. Mit der Fortpflanzung haben sie ihre Aufgabe erfüllt und sterben. Wenn Sie mehr über das spannende Leben der Libellen und die verschiedenen bei uns heimischen Arten erfahren möchten, dann kommen Sie mit auf unseren Erlebnistag für Familien!

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