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BEERENSNACK – FÜR MENSCH UND TIER Im Bild: Schwarzdornbeeren, auch Schlehen genannt Full view

BEERENSNACK – FÜR MENSCH UND TIER

Kann man diese Beere essen?  Das geht wohl den meisten von uns durch den Kopf, wenn wir die farbenfrohen Früchte bestaunen, welche momentan die Sträucher in Wald und Wiesen schmücken.

«Vogelbeeren sind für Vögel – nicht für Menschen!» warnt jede Mutter die Kinder bei ihrem Spaziergang durch die Thurauen. Und da hat die Mutter mal wieder Recht! Denn nicht jede Beere im Wald sollte man unbekümmert in den Mund stecken. Ganz im Gegenteil: Vorsicht ist geboten mit unbekanntem Waldsammelgut. So verursachen beispielsweise die pechschwarzen Ligusterbeeren beim Menschen schwere Magen-Darm-Entzündungen, Durchfall oder Kreislauflähmungen, während sich die Vögel unbekümmert an den Beeren gütlich tun. Die Früchte des Pfaffenhütchens sind ebenfalls hochgiftig: Ein Sud daraus kann jedoch als wirksames Mittel gegen Kopfläuse eingesetzt werden.

Müssen wir also wirklich widerstehen und die tollen Beeren unseren gefiederten Freunden überlassen? Nun, man kann zwar einiges ohne Sorge essen, allerdings schmecken viele nicht sehr gut: Weissdornbeeren, Schlehen und Hagebutte haben roh einen bitteren Geschmack oder sind sogar ungeniessbar. Aber was wenn wir sie kochen? Gute Frage, denn viele roh ungeniessbare oder gar giftige Früchte entwickeln erst durchs Kochen ihr Potential. Holunderbeere und Schlehe lassen sich als Konfitüre aufs Brot streichen. Berberitze und Holunder geben einen feinen Sirup, welcher auch noch reich an Vitamin C ist. Und vergessen wir nicht den Hagebuttentee, heimlicher Star jedes Teeregals.

Dieses Jahr ist die Beerenausbeute ausserordentlich gut. Die Äste der Sträucher hängen schwer unter der Beerenpracht und das freut die Vogelwelt. Dank dem Pflanzenpflückverbot im Naturschutzgebiet sind die Beeren in den Thurauen jedoch tatsächlich allein den Tieren vorbehalten.

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