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BAGGERUNGEN IN DER THURMÜNDUNG Luftbild der Mündung der Thur in den Rhein Full view

BAGGERUNGEN IN DER THURMÜNDUNG

Ab Ende August wird in der Thurmündung Kies ausgebaggert. Die Arbeiten sind notwendig, um den Hochwasserschutz von Ellikon am Rhein zu gewährleisten. 

Beim Kies in der Thurmündung handelt es sich um sogenanntes Geschiebe, also festes Material, das von der Thur mitgeführt wird. Vor allem bei erhöhten Wasserständen wird es bis in den Rhein getragen, wo es sich aufgrund der schwachen Strömung ablagert. Die Ablagerungen erhöhen mit der Zeit die Flusssohle des Rheins und sorgen für einen Rückstau. Wird dieser zu gross, wäre der Hochwasserschutz von Ellikon am Rhein, das oberhalb der Thurmündung liegt, nicht mehr gewährleistet. Deshalb werden regelmässig Messungen durchgeführt und sogenannte Vertikalprofile erstellt. Wird durch die Ablagerungen ein festgelegter Grenzwert überschritten, muss das Kies ausgebaggert werden.

Solange die Thur kanalisiert war, konnte sich das Geschiebe kaum unterwegs ablagern und wurde praktisch vollständig in den Rhein getragen. Baggerungen in der Thurmündung mussten deshalb alle paar Jahre durchgeführt werden. Mit der Renaturierung der Thurauen und weiterer Flussabschnitte bleibt nun ein grosser Teil des Geschiebes bereits in den renaturierten Bereichen liegen. Fachleute gehen davon aus, dass im Durchschnitt nur noch alle 20 Jahre eine Baggerung in der Thurmündung nötig sein wird. Die aktuelle Baggerung ist wegen den ausserordentlich grossen Verfrachtungen von Geschiebe während des zehnjährlichen Hochwassers im Juni 2013 notwendig geworden.

Das Kies aus der Thurmündung wird übrigens für Kieszugaben und Umlagerungen am Rhein verwendet. Das Ziel dieser Massnahmen ist eine Aufwertung von Brutplätzen für die Äsche. Die Axpo als Betreiberin des Kraftwerks Eglisau erfüllt damit Auflagen des Bundes zur Geschiebeaktivierung.

WICHTIGER HINWEIS: Aufgrund der Arbeiten gibt es vom 29. August bis maximal Ende September Einschränkungen für Wanderer, Badegäste und den Bootsverkehr. Alle Informationen finden Sie hier als pdf.

> Weitere Informationen zur Renaturierung