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AUGEN AUF – DIE AMPHIBIEN SIND WIEDER AUF DEN STRASSEN Der erste Laich von einem Grasfrosch haben das Team dieses Jahr am 6. März auf dem Erlebenispfad entdeckt. Full view

AUGEN AUF – DIE AMPHIBIEN SIND WIEDER AUF DEN STRASSEN

Es ist wieder so weit: Kaum erleben wir die ersten frostfreien und feuchten Nächte, beginnt die jährliche Frühjahrswanderung der Amphibien.

Sobald die Temperaturen wenige Grad über Null steigen, beginnen die Amphibien aus ihrer Winterruhe zu erwachen. Die ersten unter ihnen, die sich nachts auf Wanderschaft begeben, sind die Erdkröten, Braunfrösche und Bergmolche. Erdkröten wandern bei Regen ab einer Lufttemperatur von 6°C, Braunfrösche wie der Grasfrosch sogar bereits schon ab 4°C. Bei trockener Witterung müssen die Temperaturen etwas höher sein. Die relativ milden Temperaturen und regnerischen Nächte lockten Anfangs März bereits die ersten Amphibien zu den Tümpeln in den Thurauen. Auf dem Erlebnispfad beim Naturzentrum konnten wir sogar schon die ersten Laichballen des Grasfroschs entdecken!

Die Frühjahrswanderung der Erdkröten und Grasfrösche ist besonders auffällig, da sie praktisch alle gleichzeitig ihr Winterquartier verlassen. Um zu ihren Laichgewässern zu gelangen, legen sie Strecken von bis zu mehreren Kilometern zurück. Nicht selten müssen sie dabei auch Strassen überqueren. Da eine Erdkröte zum Überqueren einer sieben Meter breiten Strasse gut 15-20 Minuten benötigt und bei Scheinwerferlicht in eine Schreckstarre verfällt, werden jedes Jahr tausende Erdkröten überfahren. Dies ist auch für die Greifvögel manchmal gefährlich, die die toten Kröten zum Teil fressen und sich daran vergiften.

Damit die Amphibien in den Thurauen die Ellikerstrasse sicher überqueren können, wurde deshalb im Rahmen der Renaturierung ein Amphibienleitsystem errichtet. Leider sind viele andere Strassen der Schweiz immer noch nicht mit Amphibientunnels oder Schutzzäunen ausgerüstet. Deshalb: Augen auf und Schritttempo, wenn Sie in der Nähe von Feuchtgebieten unterwegs sind – einerseits, um die Amphibien in der Dunkelheit nicht zu überfahren, anderseits aber auch, um die nächtlichen Wanderer zu beobachten und tagsüber die ersten Laichballen zu entdecken!

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