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APOTHEKE AUENWALD Ein Tee aus Weidenrindenextrakt wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend. Full view

APOTHEKE AUENWALD

Fieber, Kopfweh, Husten – im Winter sind wir besonders anfällig für Erkältungen und grippale Infekte. Zum Glück lassen sich mit Heilmitteln die Symptome mildern und die Genesung unterstützen. Wussten Sie, dass die Grundlagen vieler Heilmittel ursprünglich in der Natur entdeckt wurden?

Etwa 70% aller Arzneistoffe basieren auf Wirkstoffen aus der Natur. Jedes vierte Medikament enthält einen Wirkstoff, der im Regenwald entdeckt wurde. Aber auch der Auenwald vor unserer Haustüre hat einiges zu bieten.

Die Silberweide (Salix alba) ist nicht nur einer der prägendsten Bäume der Weichholzaue, sondern lieferte auch den Grundstoff für eines der bekanntesten Schmerzmittel weltweit. Das in der Weidenrinde enthaltene Salicin ist eine Vorstufe der Salycilsäure, welche als Acetylsalycilsäure den Wirkstoff von Aspirin bildet. Salicin kommt übrigens in einer geringeren Konzentration auch im Echten Mädesüss (Filipendula ulmaria) vor, welches auf Feuchtwiesen anzutreffen ist. Auch die anderen Lebensräume der Auen beheimaten eine Vielzahl von bekannten und unbekannteren Heilpflanzen. Auf den Ruderalflächen der Kiesbänke spriesst momentan der Huflattich (Tussilago farfara). Sein lateinscher Name Tussis (= Husten) verrät seine medizinische Anwendung. Blütentees und Beerensaft des in den Hartholzauen wachsenden Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) gelten als erprobte Hausmittel gegen Erkältungen und auf den trockenen Magerwiesen finden wir im Frühsommer das stimmungsaufhellende sowie entzündungshemmende Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum).

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> Veranstaltungstipp: Im Mai können Sie mit Ihren Kindern die essbaren Pflanzen der Thurauen entdecken.