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LAUTLOSE JÄGER Wasserfledermaus. Bild: Gilles San Martin. Full view

LAUTLOSE JÄGER

Nachts sind in der Thurmündung lautlose Jäger unterwegs. Mit Hilfe von Ultraschall jagen die Wasserfledermäuse dicht über der Wasseroberfläche nach Insekten.

Erst wenn es dunkel wird, wagen sie sich aus ihrem Versteck und brechen zur lautlosen Jagd auf: Fledermäuse. Das schwach fliessende Wasser der Thurmündung ist dabei das ideale Jagdrevier der Wasserfledermaus Myotis daubentonii. Diese Art erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 27 Zentimetern und ein Gewicht von rund 10 Gramm. Sie gehört damit zu den mittelgrossen Arten der Schweiz.

Ihren Namen erhielt die Wasserfledermaus, weil sie dicht über der Wasseroberfläche nach Insekten jagt. Dabei stösst sie pro Minute bis zu 160 Rufe im Ultraschallbereich aus und Ortet so ihre Beute. Mit ihren grossen Füssen und der Schwanzflughaut fängt sie im Flug Mücken, Fliegen und Schnaken, die dicht über der Wasseroberfläche schweben, gerade ausgeschlüpft oder auf das Wasser gefallen sind. Pro Nacht frisst eine Wasserfledermaus 2‘000 Insekten oder mehr!

Tagsüber versteckt sich die Wasserfledermaus in Baumhöhlen oder Fledermauskästen. Im Sommer bilden die Weibchen darin sogenannte Wochenstubenkolonien: 20-50 Weibchen kommen in einer Höhle zusammen und bringen Ende Juni je ein Junges zur Welt. Dieses wird  rund vier Wochen gesäugt, bis es flugfähig und damit selbständig ist. Im August werden die Wochenstubenkolonien wieder aufgelöst.

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